„Nach Hause“
Report von Heinz Schlosser
17.  – 24. August 2007

 

Vorwort
Es begann im Jahr 2003. Auf dem Airport Fuhlsbüttel fanden die Hamburg Classic als Flugschau statt. Dort sahen meine Tochter Annika und ich zum ersten Mal einen HFB 320. Die nach vorne gepfeilten Flügel weckten mein Interesse. Wir haben den Start mitbekommen und als wir ihn nicht mehr sahen hörten wir ihn noch. Welch wunderbarer Sound der Triebwerke. In einer Ausgabe der Aero International fand ich einen Artikel über Hansi und auch den Verein Hansajet. Internetseite angesehen, Anmeldeformular herunter geladen, ausgefüllt und abgeschickt. So wurde ich Vereinsmitglied und ahnte nicht was auf mich zu kommen sollte. Ziel des Vereins ist den Vogel wieder flugtauglich zu machen und mit ihm zu fliegen. Ein Traum für große Jungs.

Aus dem Traum ist es schon ein guter Schritt in die Realität geworden. Nachdem der türkische Besitzer der TC – LEY sich schlimmer als ein Teppichhändler verhielt brach der Vorstand die Verhandlungen ab und fand einen Hansajet in Manching. Die 16 ╬ 08 WN 1025, einer der VIP Jets der Flugbereitschaft. Nachdem Fachpersonal ihn besichtigt hatte wurden die Verhandlungen geführt und Hansi gekauft. Nun hieß es, Hansi für den Straßentransport bereit machen. Dazu braucht man Personal. Zu diesem Trupp hatte ich mich auch gemeldet. Dank meines Ruhestandes konnte ich das ohne weiteres machen. Im Vorfeld waren ja auch noch wichtige Fragen zu klären. Mit wie viel Kraft durften die Fahrwerke auf dem Tieflader fest gezurrt werden und einige mehr. Klaus Peter Trogisch, unser Transportmanager, musste diese Fragen unserem Spediteur beantworten.

Am Tag der Anreise hatte ich noch eine Besprechung zum Check eines Flugbetriebes nach JAR 145 in Essen/Mülheim. So gegen 12 Uhr war die Besprechung beendet und ich machte mich auf den Weg nach Manching, ETSI, bei Ingolstadt. Eine lange Fahrt auf der Autobahn verbunden mit ein paar Kaffeepausen. In Manching waren wir im Mercure Hotel untergebracht und der Verein hat die Hotelkosten dankenswerter Weise übernommen. Am nächsten Tag, ein Samstag, begann die Arbeit. Mein Gedanke zu diesem Report war, schreibe mal Deine Erinnerungen nieder sonst gehen sie eines Tages verloren. Hilfreich hierzu waren die Bilder auf der CD die ich den Mitgliedern des Manching Trupps zugesandt habe. Dieser Report schildert nur einen kleinen Teil von dem was wir bewerkstelligt haben. Er hat keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


Heinz Schlosser
Juni 2011

 

 

18. August 2007
Wolfgang Borgmann hatte mich als Kontaktperson für Herrn Engler, Mitarbeiter der WTD 61, gemeldet. Wir trafen uns vor dem Tor der WTD so ca. 8.00 Uhr. Herr Engler kam und drei Jungs die uns helfen wollten. Das waren Christopher Herzig, Stefan Zimmermann und Thomas Tüchsen. Auszubildende der WTD. Nach der Begrüßung auf zur Wache. Formular ausfüllen und Perso hinterlegen. Dafür bekam ich dann den Ausweis der WTD. Es gibt dort Ausweise für Besucher und für Personal. Wir vom Verein bekamen den für Personal was auch gut war. Nun hinein und auf zu Hansi. Da ich noch 7 Ordner Dokumentation und eine Explosionszeichnung bei mir hatte musste das Zeug ja auch mit hinein. Die Jungs haben geschleppt.

Im Hangar stand ich zum ersten Mal direkt neben Hansi. Ich bekam den Schlüssel für den Flieger und öffnete die Tür. Ein Geruch aus der Vergangenheit schlug mir entgegen und er sollte uns noch lange begleiten. Wir fanden eine Menge Unterlagen, Dokumentationen und andere Papiere vor. Euro Palette geholt und die Unterlagen darauf verpackt und mit Flatterband gesichert. Stefan sagte zu mir: „Wir haben ihn oft nach draußen und wieder in den Hangar transportiert. Schrauben durften wir nicht an ihm. Doch nun können wir schrauben.“ Der sehnlichste Moment im Leben eines Flugzeugmechanikers. Die drei hatten dafür eine Woche ihres Urlaubs geopfert. Herzlichen Dank Jungs.

So gegen 10 oder 11 Uhr traf Ludolf Ungerer ein. Er hatte früher bei der WTD gelernt und ist heute bei der Lufthansa Technik als Ingenieur. Nach und nach kamen dann die anderen Jungs. Nun wurde besprochen was wir machen mussten. Denn wir hatten ein großes maßliches Problem. Der Vogel durfte nicht über 3,30 Meter breit und 4 Meter hoch sein inclusive Tiefbett Tieflader. Wenn wir diese Maße erreichten oder sogar unterschritten konnte der Transport mit der normalen Schwertransportgenehmigung des Spediteurs durchgeführt werden. Wenn nicht, hätten wir einen unheimlichen Papierkrieg mit den Autobahnbehörden und einigen andern Behörden führen müssen und unser Termin wäre im Eimer gewesen.

In Finkenwerder hatten wir vorher schon an der D – CARA die Maße genommen und ahnten ein wenig was auf uns zukommt. Doch nun hieß es folgende Teile zu demontieren:

Verdrängungskörper
Höhenruder
Triebwerksgondeln
Tiptanks
Tragflächen
Antennen unter dem Rumpf
diverse Blechteile


In einer kleinen Pause hat Ecki seinen kleinen Helicopter fliegen lassen. Große Jungs spielen auch noch gerne. Der Vorteil im Hangar war, daß wir von morgens bis in den späten Abend an unserem Hansi schrauben durften. Die Unterstützung der WTD war einmalig. Dafür kann man nur herzlich danken. Herrn Engler oder seinen Adjutanten informieren und schon lief alles. Wenn wir helfen mussten waren unsere Ausweise Gold wert. Die Ausweise öffneten uns Türen die den Besuchern verschlossen waren.

 

19. August 2007
Die Demontage begann. Da wir genügend Personal hatten bildeten sich kleine Gruppen die verschiedene Bauteile demontierten. Die eine Gruppe mit den Tiptanks, die andere mit dem Verdrängungskörper und dem Höhenruder und eine andere Gruppe kümmerte sich um Lagerelemente wie Paletten, Matten und sonstiges. Die waren wichtig da wir ja alle Teile wieder für die Montage brauchen.

Da war auch die berühmte de Gaulle Nase. An der linken Tragfläche ließ sich die Schraube nicht mehr lösen. Christoph Miersch begann in mühevoller Kleinarbeit die Schraube mit einem Eisensägeblatt zu zerstören um sie dann unter Einsatz von WD 40 zu lösen. Es hat geklappt. Nun musste jedes demontierte Teil begutachtet und dokumentiert werden. Christoph war der Papiertiger und ich der Mann aus der Qualitätssicherung genannt QS. Ebenso Wolfgang Grimm. So ging es bei allen Teilen. Denn im Flugzeugbau ist die QS noch strenger als bei Kraftfahrzeugen.

Tja, da war die Sache mit dem Höhenruder. Das von Ecki mitkonstruierte Heissgeschirr war montiert und am Kran befestigt. Es waren vier Bolzen die entfernt, nein ausgeschlagen, werden mussten. Drei ließen sich lösen. Nur der vierte wollte nicht. Trotz guten Zuredens mit dem Hammer und einer guten Ladung WD 40 wollte er nicht weichen. Doch unsere drei von der WTD fuhren mal kurz in die Werkstatt und fertigten einen entsprechenden Dorn. Dann, nach einiger Zeit klappte es. Wir konnten das Höhenruder entfernen und auf der entsprechenden Fläche, Palette und Matten, ablegen.

Die Demontage der Triebwerkesgondeln war auch etwas problematisch. Doch wo Spezialisten arbeiten findet man auch eine Lösung. Zwischendurch habe ich auch ein Foto von Ludolf Ungerer gemacht. Er hatte sich auf ein Montagegestell gesetzt und hatte somit von oben den Überblick. Nachdem auch die Tiptanks demontiert und abgelegt waren gönnte Wolfgang Grimm sich auch eine kleine Ruhepause. Beweisfoto auf der CD. Wir durften auch den Aufenthaltsraum der WTD nutzen. Dort konnten wir uns etwas zwischen die Kiemen schieben und auch eine Rauchen. Was im Hangar natürlich nicht erlaubt war.

Als es an die Demontage der Tragflächen ging lag Jürgen Giese auf der linken Tragfläche und irgendetwas sagte entgegnete ich ihm: „Jürgen, heute büsst Du für die Fehler aus Deiner Vergangenheit.“ Er war nämlich beim Hamburger Flugzeugbau für die Tragflächen zuständig. Am Abend wurden dann noch ein paar Fotos von unserem Trupp auf dem Flugzeugrumpf gemacht. Eine schöne Erinnerung. Was mich besonders erstaunt hat war daß diese Truppe vorher noch nie zusammen gearbeitet hat und jeder wusste was er zu machen hat. Das ist schon was Besonderes. Bei manchen Truppen, auch im Berufsleben, begann dann meistens erst einmal eine riesige Diskussion. Hier nicht. Auch menschlich passte die Truppe gut zusammen.


20. August 2007
Ja mit den Chefs ist das so eine Sache. Die sind in der Regel nie pünktlich zur Stelle. Eine familiäre Festivität hatte Wolfgang Borgmann an dem Wochenende zu absolvieren. Der Familiensegen hätte sonst wohl ein bisschen schief gehangen. Er hatte ja zuverlässige Leute vor Ort. Erst im Nachmittag traf er ein. Nachdem auch Wolfgang Borgmann eingetroffen war haben wir ihn erst einmal losgeschickt um noch große Rollen Luftfolie zu kaufen. Dann wurden die Teile von Harald Claasen und mir verpackt, mit Klebeband die Verpackung gesichert und somit auch vor eventuellen Beschädigungen gesichert.

Wir hatten an diesem Tag die Möglichkeit bekommen auf der anderen Seite des Airfields die Messerschmidt Ausstellung zu sehen. Das war schon toll. Dort erfuhren, sicherlich einige Kollegen und auch ich, daß Messerschmidt nach dem zweiten Weltkrieg auch Nähmaschinen gebaut hat. Die Lufthoheit bekamen wir erst viele Jahre später und die Mannschaft musste in der Zeit beschäftigt werden. In dieser Zeit entstand auch der Messerschmidt Kabinenroller. Ein paar Exponate wie die Me 108 Taifun und auch die legendäre Me 262, der erste Düsenjet im zweiten Weltkrieg, waren dort ausgestellt.

In einem weiteren Hangar sahen wir dann eine Fouga Magister D - IFCC, Schulungsflugzeug der Luftwaffe, Fiat G 91 und in einem anderen Hangar eine Focke Wulff 190 und eine North T 6 ebenfalls eine Schulungsmaschine der Luftwaffe. Die FW 190 wurde wieder flugtauglich gemacht. Der Pilot, Wolfgang Meier ich glaube so hieß er, fragte: „Wo ist Wolfgang Borgmann?“ „Der kommt erst heute im Laufe des Tages.“ „Dann schickt ihn mal gleich rüber zu mir.“ Das haben wir auch getan. Nun mussten wir wieder zurück zu unserem Hansi. Denn wir hatten ja keine Zeit zu verlieren.

Bei der Demontage der ersten Tragfläche lag Ludolf Ungerer auf ihr und fummelte den Kabelbaum los. Was mich erstaunte. Da ich aus der Fahrzeugtechnik als Elektriker komme hätte ich an der Schnittstelle Rumpf – Tragfläche eine Steckverbindung angebracht. Das hätte kostbare Zeit für eine Demontage und auch spätere Montage erspart. Doch den Punkt konnte ich nicht mehr klären. Natürlich wurden dann auch Fotos von einigen Kollegen im Cockpit gemacht. Nachdem wir so dann den restlichen Tag geschuftet haben hatten wir zum Abend noch einen besonderen Pax bei uns. Ecki hatte ein 5 Liter Fässchen Krombacher Pils spendiert. Das haben wir genossen.


21. August 2007
Nun wurde es wieder ernst. Gestelle für die Demontage der Tragflächen geholt und das Heissgeschirr angebracht. Gurte am Kran befestigt und Nils Borkheim und Stefan Zimmermann lösten die Befestigungsbolzen der Tragflächen. Als wir die erste Tragfläche abgelegt hatten, die Damenwelt möge mir verzeihen, entlockte es mir folgenden Spruch: „Jungs, nach 40 Jahren sieht eine Frau nicht mehr so gut aus.“ Die Fläche an der Flügelwurzel und die Anlagefläche an der Tragfläche sahen aus wie neu. Und das nach 40 Jahren. Zum einen durch den Flugbetrieb und den Standzeiten im Freien hatten wir das nicht erwartet.

Da wir mit den Arbeiten gut voran kamen gönnten wir uns noch den kleinen Ausflug zu Wolfgang Meier und seiner FW 190. Dahinter stand die North T 6. Auch in einigen anderen Hangars standen dann auch noch Exponate wie Starfighter F 104 genannt Witwenmacher. Die deutsche Luftwaffe hatte ihn seinerzeit mit Zusatzgeräten überfrachtet und die Turbine nicht
verstärkt. Ein Fliegerkollege von mir hat den Starfighter geflogen. Er musste zweimal aussteigen und ist immer noch von dem Vogel begeistert. Heute ist er Checkcaptain auf King Air C 90 und B 200 sowie Jetcaptain auf Citation CJ 1 – 3 und Sovereign. Alle Maschinen der Luftwaffe die dort stehen haben keine Triebwerke mehr. Sie dürfen ja nicht geflogen werden. In den USA ist das anders. Die Triebwerke waren in einer anderen Halle gelagert. Welches Material und überwiegend mit Rohrbrennkammern die einen herrlichen Sound machten. Besonders wenn der Nachbrenner gezündet wurde. Nun wieder auf zu Hansi.

Die nächste Tragfläche musste demontiert werden. Heissgeschirr montieren, am Kran befestigen und die Stellagen entfernen. Die Bolzen an der Flügelwurzel waren ja schon alle entfernt. Tragfläche heben und ablegen. Der Job war getan. Werkzeugkontrolle war angesagt. Denn alles was wir mitgebracht haben mussten wir auch wieder mitnehmen. Nun stand unser
Hansi da. Nackt. Ohne


Verdrängungskörper
Höhenruder
Triebwerksgondeln
Tiptanks
Tragflächen
Antennen unter dem Rumpf
und diverse Blechteile


In einer Pause im Aufenthaltsraum der WTD ergab sich folgendes Gespräch: „Ihr habt uns beobachtet.“ „Wir?“ „Ja.“ „Wir haben nicht geglaubt dass Ihr das schafft. Alle Achtung.“ Ein tolles Lob von den Fachleuten der WTD. So verrückt wir nun mal sind, haben wir dann gegen 21.30 Uhr noch aus Klebeband einen kleinen Ball geformt und ein paar der Truppe spielte dann noch Fußball.

 

22. August 2007
Für den Transport nach Hamburg hatte Ecki noch Folien für den Rumpf dabei. Diese wurden auf Unterlagen geklebt und am Rumpf befestigt. Jeder auf der Strecke sollte auch sehen daß wir Hansi transportierten. Zwei der Azubis der WTD 61, Stefan Zimmermann und Christopher Herzig, hatte ich auf den Schulterklappen mit gelbem Isolierband jeweils 3 Streifen als 1. Officer aufgeklebt und die beiden ins Cockpit geschickt. Tolle Fotos mit den Beiden. Einen Captain konnte ich nicht präsentieren da die Beiden dafür noch zu jung waren.

Die Folien wurden angebracht und Christoph Miersch brachte, aus gelbem Isolierband gefertigt, den Spruch „Nach Hause“ an. Hansi kam ja auch nach langer Zeit wieder nach Hause. Nämlich nach Hamburg. So gegen 12.30 Uhr trafen die Beiden Lastzüge, Tiefbetttieflader und Gliederzug, und der Boss sowie seine Begleiterin in Manching ein. Es war die Spedition Dehrner aus 65594 Runkel – Dehrn. Nun wurde beratschlagt wie Hansi verladen werden sollte. Maße genommen und dann ging es auch schon los.

Der Tiefbetttieflader wurde in den Hangar gedrückt und vom Motorwagen abgekoppelt. Rampen ausgelegt und Hansi behutsam, wie ein rohes Ei, auf den Auflieger geschoben. Teils mit Muskelkraft und teils mit Motorkraft der WTD 61. Als Hansi dann so auf dem Auflieger stand wurde das Hauptfahrwerk mit Gurten für den Transport gesichert. Dann hieß es nochmals Maße nehmen und es stellte sich heraus daß es in der Höhe am Seitenruder noch nicht passte. Was stand uns da im Wege? Es waren die mit Stickstoff gefüllten Stoßdämpfer des Hauptfahrwerkes. Wir wollten ja den Federweg erhalten. Nach einiger Diskussion haben wir uns dann doch entschlossen Stickstoff abzulassen.

Nachdem der Stickstoff abgelassen war mussten die Gurte erneut gespannt werden. Nun, da diese Maßnahme noch nicht reichte wurde das Bugfahrwerk aufgeständert sodaß das Seitenruder unter 4 Meter Höhe kam. Das war erforderlich. Wir mussten ja die Durchfahrtshöhe der Autobahnbrücken berücksichtigen. Die haben eine lichte Höhe von 4,40 Metern. Es hätte also gepasst. Doch ein Kollege von mir, Tiefbauingenieur im Autobahnbau sagte nur: „Wenn wir die Schwarzdecke, Fahrbahnbelag, erneuern geben wir unter den Brücken des Öfteren noch ein paar Zentimeter dazu. Die tektonischen Bewegungen lassen die Decke sowie so absacken.“

Nun da Hansi verladen war ging es an die Verladung auf den Gliederzug und anschließend an die Verladung weiterer Teile in den 7,5 Tonner. Der Tag war gelaufen und die beiden Lastzüge durften bis zum anderen Tag im Hangar stehen.

 

23. August 2007
Nun wurde der Transport noch einmal auf Sicherheit gecheckt und Hansi ging auf die Reise in eine neue Zukunft. Von der WTD 61 waren auch noch einige Sehleute gekommen. So auch der Leiter der Ausbildung unter dem Ludolf Ungerer damals seine Ausbildung machte. Die Explosionszeichnung fand er ganz toll und sagte: „So eine Zeichnung habe ich noch nie gehabt.“ Für mich klar, schenke ihm diese Zeichnung was ich auch tat. Ecki brachte noch eine Folie an Hansi an auf der alle die in Manching waren unterschrieben haben. Stefan Zimmermann schaute sich die Zugmaschine von innen an. Er war noch nie in solch einem Gefährt wie er sagte.

 

24. August 2007
Die große Reise begann. Stefan Zimmermann, Christopher Herzig, Thomas Tüchsen und ich begleiteten den Transport bis zum Tor und verabschiedeten Hansi. Nun war im Hangar aufräumen und fegen angesagt. Nachdem wir alles verladen und die Fläche besenrein gemacht haben war auch für uns Verabschieden und Bedanken für die Unterstützung angesagt. Im Hotel haben wir dann noch mal ins Internet geschaut und konnten über GPS den Transport verfolgen. Harald Claasen und Wolfgang Borgmann fuhren zusammen nachdem wir uns erst einmal ausgeruht haben. Ich sagte beiden, wir fuhren so 22.00 Uhr los, daß ich alle zwei Stunden eine Pause mache. Wolfgang sagte nur: „Fahr Du vor und wenn Du raus fährst rufe bitte an. Wir kommen dann auch.“

So haben wir dann die Fahrt gemacht und an der Raststätte Brunautal – Ost fanden wir Hansi wieder. Die Leute dort schauten schon interessiert auf Hansi. Nun hieß es Transportsicherung machen. Gelbe Rundumleuchte aufs Dach und ich hatte den letzten Wagen. Klaus Peter Trogisch, unser Transportmanager, hatte sich mit den erforderlichen Stellen in Verbindung gesetzt und die Route ausgearbeitet. Wir durften nicht durch den Elbtunnel fahren. Die Fahrt ging durch die Stadt. Es mussten ja auch die entsprechenden Bodenabstände und Steigungen sowie Gefälle berücksichtigt werden. Die Presse begleitete uns.

Nun kam es ziemlich dick. Flughafen Hamburg hatte auf einmal Gedächtnisschwund und erinnerte sich nicht mehr daß sie uns einen Hallenplatz und Unterstützung zugesagt hatten. Da der Transport aber lief fanden wir Unterstützung durch die Lufthansa Technik und wir konnten Hansi dort unterstellen. Als Hansi dann so auf dem Vorfeld stand kamen viele Sehleute mit allem was sie zum fotografieren hatten, um sich Hansi anzusehen. Wann hat man schon solch einen Flieger schon mal zu Gesicht bekommen? Äußerst selten. Auch das Entladen geschah unter größter Vorsicht. Die Jungs wussten worauf es ankam. Hansi zog dann irgendwann in einen Hangar auf Fuhlsbüttel um. Arbeiten durften wir an ihm nicht. Wir waren nur geduldet.

Nachdem Hansi untergebracht war habe ich in Harburg noch meine jüngste Tochter aufgesucht und bin anschließend nach Hause gefahren. Als ich dann auf der A 261 fuhr sagte mein Körper mir: „Junge, ich habe Dich eine Woche lang toben lassen. Nun bin ich dran.“ Ich habe dann den ersten Rastplatz angefahren und über eine Stunde geschlafen. So habe ich insgesamt drei Pausen eingelegt und war dann wieder auf normalem Pegel. Jeden Abend, er endete so 21.30 Uhr bei der WTD 61, sind wir in eine Gaststätte gefahren und haben dort erst einmal gegessen. Danach ab in die Koje.

 

Resumee
Es war eine tolle Woche. Die Gastfreundschaft und Unterstützung der WTD 61, die Truppe die dort gearbeitet hat, der Transport mit seinen Gesprächen. So was kann man nicht kaufen. Man muß es Erleben. Irgendwann geht es mit Hansi weiter. Dann kam der Umzug nach Finki. Mein Freund Matthias war mittlerweile auch Hansajet beigetreten und sein Bruder Lukas war auch schon heiß auf den Transport als ich sagte „Hansi zieht um.“ Zwei Kapitel füge ich noch hinzu. Schaut selbst.

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